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Editorische Notizen

Die Verwendung von Satzzeichen in den hier veröffentlichten Wochensprüchen

Seit dem Spruch der siebenunddreißigsten Woche wurden die Sprüche in Bezug auf die Satzzeichen auf diesem Bog ausschließlich so wiedergegeben, wie sie von Rudolf Steiner in der Handschrift 1912/13 niedergeschrieben wurden.

In der Originalhandschrift des Seelenkalenders hat Rudolf Steiner die einzelnen Verse in den meisten Fällen ohne Satzzeichen gelassen. Ganz überwiegend schließt dort lediglich der letzte Vers des Spruchs mit einem Punkt. Ansonsten finden sich Satzzeichen nur vereinzelt.

Eine Leserin machte mich darauf aufmerksam, dass diese Entscheidung dazu geführt habe, dass die Sprüche nun schwer lesbar seien. Sie empfahl, gerade im Hinblick auf Leser, die mit dem Seelenkalender noch nicht vertraut sind, zur alten Praxis zurückzukehren.

Dieser Anregung werde ich folgen. Tatsächlich arbeite ich ja auch selbst mit Veröffentlichungen des Seelenkalenders, die Satzzeichen enthalten. Daher gilt ab Spruch 40 wieder das hier Gesagte:

Bei der Wiedergabe der Wochensprüche hier im Blog wird die Wiedergabe der Satzzeichen nicht einheitlich gehandhabt und gelegentlich wird derselbe Wochensprüche an unterschiedlichen Stellen auch unterschiedlich wiedergegeben. Diese Ausführungen zu den Satzzeichen sollen nur dafür sensibilisieren, diese nicht als feststehend und unveränderbar, sondern als editorische Entscheidungen anzusehen, die der Leser hinterfragen und auf ihre Stimmigkeit prüfen sollte.

Satzzeichen, die Rudolf Steiner selbst gesetzt hat, werden immer unverändert wiedergegeben. Es wird bei jedem Blogbeitrag darauf hingewiesen, bei welchen Satzeichen das der Fall ist.

Ergänzung vom 21. Juli 2021: Aufgrund des nachfolgenden Kommentars habe ich heute meinen allgemeinen Beitrag über die Satzzeichen ergänzt.

2 Antworten auf „Die Verwendung von Satzzeichen in den hier veröffentlichten Wochensprüchen“

Die Handhabung der Satzzeichen präferiert immer die Leseweise des Herausgebers vor allen anderen möglichen. Liest man die Sprüche gleichsam ”polyphon“, d.h. indem man gleichzeitig alle ohne die Satzzeichen denkbaren Varianten zu denken sucht, erschliessen sich ganz andere Verständnismöglichkeiten (Erfahrungswert aus 20 Jahren Seelenkalender allein und in Arbeitsgruppen). Was wollte Rudolf Steiner, indem er die Satzzeichen wegließ?

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