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Wochensprüche

„Ich fühle Kraft des Weltenseins“

Der Spruch des Seelenkalenders für die neunundvierzigste Woche im Jahr 2021/ 2022 (6. – 12. März 2022) mit Gegenspruch und Spiegelsprüchen

X‘. NEUNUNDVIERZIGSTE WOCHE (9. MRZ – 15. MRZ [1913])

49.
Ich fühle Kraft des Weltenseins:
So spricht Gedankenklarheit
Gedenkend eignen Geistes Wachsen
In finstern Weltennächten
Und neigt dem nahen Weltentage
Des Innern Hoffnungsstrahlen.

In der Handschrift Rudolf Steiners trug der Spruch den Buchstaben X‘; in der Ausgabe 1925 war dem Spruch der Buchstabe W‘ beigegeben.

D. VIERTE WOCHE (28. APRIL – 4. MAI [1912]).

4.
Ich fühle Wesen meines Wesens,
So spricht Empfindung,
Die in der sonnerhellten Welt
Mit Lichtesfluten sich vereint;
Sie will dem Denken
Zur Klarheit Wärme schenken
Und Mensch und Welt
In Einheit fest verbinden.

Spiegelspruch zu Spruch 49

D‘. Dreissigste Woche (27. Oct. – 2. Nov. [1912])

30.
Es sprießen mir im Seelensonnenlicht
Des Denkens reife Früchte,
In Selbstbewußtseins Sicherheit
Verwandelt alles Fühlen sich,
Empfinden kann ich freudevoll
Des Herbstes Geisterwachen,
Der Winter wird in mir
Den Seelensommer wecken.

Spiegelspruch zu Spruch 23

W. Dreiundzwanzigste Woche (8. Sept. – 14. Sept. [1912]).

23.
Es dämpfet herbstlich sich
Der Sinne Reizesstreben,
In Lichtesoffenbarung mischen
Der Nebel dumpfe Schleier sich,
Ich selber schau in Raumesweiten
Des Herbstes Winterschlaf,
Der Sommer hat an mich
Sich selber hingegeben.

Gegenspruch zu Spruch 49


Anmerkungen:

  • Spruch 49 wurde hier so wiedergegeben, wie er in der Handschrift 1912/13 niedergeschrieben ist (auch dort findet sich der Doppelpunkt am Ende der ersten Zeile). Ansonsten weisen die hier zitierten Sprüche in der Handschrift lediglich einen Punkt am Ende der letzten Zeile auf. (Zur Zeichensetzung im Seelenkalender siehe diesen Beitrag.)
  • In der Handschrift 1912/13 hieß es in der sechsten Zeile von Spruch 23:
Des Herbstes Weltenschlaf

Nach dem Nachwort „Zur Ausgabe 1972“ in der Ausgabe des Anthroposophischen Seelenkalenders (Dornach/Schweiz 1994) hat Rudolf Steiner diese Formulierung selbst zu

Des Herbes Winterschlaf 

abgeändert.

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