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Wochensprüche

„Ich fühle wie entzaubert“

Spruch der Weihe-Nacht-Stimmung

Der Spruch des Seelenkalenders fr die achtunddreiigste Woche im Jahr 2021/ 2022 (19. – 26. Dezember 2021) mit Gegenspruch und Spiegelsprchen

M‘. WEIHE-NACHT-STIMMUNG. [1912]

38.
Ich fühle wie entzaubert
Das Geisteskind im Seelenschoß
Es hat in Herzenshelligkeit
Gezeugt das heil´ge Weltenwort
Der Hoffnung Himmelsfrucht
Die jubelnd wächst in Weltenfernen
Aus meines Wesens Gottesgrund.

O. FNFZEHNTE WOCHE (14. JULI – 20. JULI [1912]).

15.
Ich fühle wie verzaubert
Im Weltenschein des Geistes weben
Es hat in Sinnesdumpfheit
Gehüllt mein Eigenwesen
Zu schenken mir die Kraft
Die ohnmächtig sich selbst zu geben
Mein Ich in seinen Schranken ist.

Spiegelspruch zu Spruch 38

In der Handschrift Rudolf Steiners trug der Spruch den Buchstaben O; in der Ausgabe 1925 war dem Spruch der Buchstabe P beigegeben

P‘. EINUNDVIERZIGSTE WOCHE (12. JANUAR – 18. JANUAR [1913])

41.
Der Seele Schaffensmacht
Sie strebet aus dem Herzensgrunde
Im Menschenleben Götterkräfte
Zu rechtem Wirken zu entflammen
Sich selber zu gestalten
In Menschenliebe und im Menschenwerke.

Spiegelspruch zu Spruch 12

JOHANNES=STIMMUNG. (24. JUNI [1912])

12.
Der Welten Schönheitsglanz
Er zwinget mich aus Seelentiefen
Des Eigenlebens Götterkräfte
Zum Weltenfluge zu entbinden;
Mich selber zu verlassen
Vertrauend nur mich suchend
In Weltenlicht und Weltenwärme.

Gegenspruch zu Spruch 38

In der Handschrift Rudolf Steiners trug der Spruch keinen Buchstaben; in der Ausgabe 1925 war dem Spruch der Buchstabe M beigegeben


  • Die Überschriften von Spruch 12 „Johannes=Stimmung. (24. Juni)“ (in der Handschrift wurden die Worte Johannes-Stimmung fett geschrieben und einfach unterstrichen, auch dort steht der doppelte Bindestrich) und Spruch 38 „Weihe-Nacht-Stimmung“ (ebenfalls in der Handschrift fett geschrieben und einfach unterstrichen) finden sich auch in der Handschrift Rudolf Steiners für den Kalender 1912/13 (zu den Überschriften im allgemeinen siehe hier).
  • Die Sprüche wurden in Bezug auf Satzzeichen und Rechtschreibung so wiedergegeben, wie sie von Rudolf Steiner in der Handschrift 1912/13 niedergeschrieben wurden. (Zum Aufbau und zu den Überschriften im Seelenkalender siehe diesen und zur Zeichensetzung diesen Beitrag.)

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