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Wochensprüche

„Im Lichte das aus Weltenhöhen“

Der Spruch des Seelenkalenders für die achtundvierzigste Woche im Jahr 2021/ 2022 (27. Februar – 5. März 2022) mit Gegenspruch und Spiegelsprüchen

W‘. ACHTUNDVIERZIGSTE WOCHE (2. MRZ – 8. MRZ [1913])

48.
Im Lichte das aus Weltenhöhen
Der Seele machtvoll fließen will
Erscheine, lösend Seelenrätsel,
Des Weltendenkens Sicherheit
Versammelnd seiner Strahlen Macht
Im Menschenherzen Liebe weckend.

In der Handschrift Rudolf Steiners trug der Spruch den Buchstaben W‘; in der Ausgabe 1925 war dem Spruch der Buchstabe V‘ beigegeben.

E. FNFTE WOCHE (5. MAI – 11. MAI [1912]).

5.
Im Lichte das aus Geistestiefen
Im Raume fruchtbar webend
Der Götter Schaffen offenbart:
In ihm erscheint der Seele Wesen
Geweitet zum Weltensein
Und auferstanden
Aus enger Selbstheit Innenmacht.

Spiegelspruch zu Spruch 48

E‘. Einunddreissigste Woche (3. Nov. – 9. Nov. [1912])

31.
Das Licht aus Geistestiefen,
Nach außen strebt es sonnenhaft,
Es wird zur Lebenswillenskraft
Und leuchtet in der Sinne Dumpfheit,
Um Kräfte zu entbinden,
Die Schaffensmächte aus Seelentrieben
Im Menschenwerke reifen lassen.

Spiegelspruch zu Spruch 22

V. Zweiundzwanzigste Woche (1. Sept. – 7. Sept. [1912]).

22.
Das Licht aus Weltenweiten,
Im Innern lebt es kräftig fort,
Es wird zum Seelenlichte
Und leuchtet in die Geistestiefen,
Um Früchte zu entbinden,
Die Menschenselbst aus Weltenselbst
Im Zeitenlaufe reifen lassen.

Gegenspruch zu Spruch 48


  • Die zwei Kommata in der dritten Zeile von Spruch 48 finden sich auch in der Handschrift 1912/13.
  • Der Doppelpunkt am Ende der dritten Zeile von Spruch 5 ist in der Faksimile-Wiedergabe der Handschrift in den Beiträgen zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe, Nr. 37/38, Dornach, Frühjahr/Sommer 1972, nicht zu erkennen. Dort sieht es so aus, als sei ein Punkt an das Ende der Zeile gesetzt worden. Im kräftigeren Druckbild der Wiedergabe der Handschrift in Nahrung für die Seele, Die Wochensprüche des Seelenkalenders, 2., um die Handschrift erweiterte Ausgabe, Bad Liebenzell 2020, erkennt man an dieser Stelle aber eindeutig einen Doppelpunkt. Dieser wurde entsprechend auch hier gesetzt. Auch die sonstigen Textausgaben des Seelenkalenders setzen hier einen Doppelpunkt.
  • In den gängigen Ausgabe des Seelenkalenders lautet die fünfte Zeile von Spruch 5:
Geweitet zu dem Weltensein

In der Handschrift lautet der Satz aber eindeutig, wie hier wiedergegeben:

Geweitet zum Weltensein

Da dieser Spruch auch nicht in der Ausgabe Dornach/Schweiz 1984 bei den Sprüchen genannt wurde, die Rudolf Steiner (später) korrigiert hat, wird hier die Fassung aus der Handschrift übernommen, auch wenn die übliche Fassung rhythmischer erscheinen mag. Die oben zitierte Ausgabe Nahrung für die Seele folgt hier ebenfalls der Handschrift.

  • Ansonsten weisen die hier zitierten Sprüche in der Handschrift lediglich einen Punkt am Ende der letzten Zeile auf. (Zur Zeichensetzung im Seelenkalender siehe diesen Beitrag.)

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