Kategorien
Wochensprüche

„Ins Innre des Menschenwesens“

Der Spruch des Seelenkalenders für die einundfünfzigste Woche im Jahr 2021/ 2022 (20. – 26. März 2022) mit Gegenspruch und Spiegelsprüchen

Frhling – Erwartung

51.
Ins Innre des Menschenwesens
Ergiesst der Sinne Reichtum sich
Es findet sich der Weltengeist
Im Spiegelbild des Menschenauges
Das seine Kraft aus ihm
Sich neu erschaffen muß.

In der Handschrift Rudolf Steiners lautet die Überschrift nur „Frühling-Erwartung“, ohne Buchstaben; in der Ausgabe 1925 war dem Spruch der Buchstabe Y‘ beigegeben.

B. Zweite Woche (14. – 20. April [1912]).

2.
Ins Äussre des Sinnesalls
Verliert Gedankenmacht ihr Eigensein
Es finden Geisteswelten
Den Menschensprossen wieder
Der seinen Keim in ihnen
Doch seine Seelenfrucht
In sich muß finden.

Spiegelspruch zu Spruch 51

B‘. Achtundzwanzigste Woche (13. Oct. – 19. Oct. [1912])

28.
Ich kann im Innern neubelebt
Erfühlen eignen Wesens Weiten
Und krafterfüllt Gedankenstrahlen
Aus Seelensonnenmacht
Den Lebensrätseln lösend spenden,
Erfüllung manchem Wunsche leihen,
Dem Hoffnung schon die Schwingen lähmte.

Spiegelspruch zu Spruch 25

Y. Fnfundzwanzigste Woche (22. Sept. – 28. Sept. [1912])

25.
Ich darf nun mir gehören
Und leuchtend breiten Innenlicht
In Raumes und in Zeitenfinsternis.
Zum Schlafe drängt natürlich Wesen
Der Seele Tiefen sollen wachen
Und wachend tragen Sonnengluten
In kalte Winterfluten.

Gegenspruch zu Spruch 51


Anmerkungen:

  • Die Sprüche 51, 2 und 25 wurde hier so wiedergegeben, wie sie in der Handschrift 1912/13 niedergeschrieben sind. Spruch 28 weist in der Handschrift lediglich einen Punkt am Ende der letzten Zeile auf. (Zur Zeichensetzung im Seelenkalender siehe diesen Beitrag.)
  • In der Ausgabe 1925 wurde der Spruch 51 mit dem Buchstaben Y‘ versehen. Demgegenüber steht in der Handschrift vor Spruch 51 kein Buchstabe, sondern lediglich die Überschrift „Frühling – Erwartung“ (dort einfach unterstrichen). (Näheres zu den Überschriften und den Buchstaben siehe diesen Beitrag.)
  • In der ersten Zeile von Spruch 28 erscheint das Wort „neubelebt“ in der Handschrift 1912/13 zusammengeschrieben. In den gängigen Ausgaben des Seelenkalenders wird dies stillschweigend zu „neu belebt“ korrigiert. Lediglich die Ausgabe „Nahrung für die Seele“, 2. Auflage, Bad Liebenzell 2020 (zu dieser Ausgabe siehe diesen Beitrag) folgt hier der Handschrift.
  • In der zweiten Zeile von Spruch 28 lautet das erste Wort in der Handschrift 1912/13 „Erfüllen“. In der Ausgabe des Anthroposophischer Seelenkalenders Dornach/Schweiz 1984 wird ausgeführt, dass Rudolf Steiner das Wort selber in der Form abgeändert habe, wie es hier wiedergegeben ist („Erfühlen“).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.